Webbrowser - die Scheunentore im Rechner Options
von
tonja vom
16.05.2020 - 164 Hits -
Ein mittlerweile hoher Anteil der täglichen Berichterstattungen demonstriert und präsentiert uns täglich, und das nicht zu Unrecht, wie gefährlich Phishing ist. Der User rüstet auf um der Plage Herr zu werden. Gegen Phishing gibt es Anti-Phishing- Lösungen, gegen Viren gibt es Anti-Viren-Lösungen. Gibt es gegen Webbrowser Anti-Webbrowser-Lösungen?
"Die Gefahren, die von alten und ungepatchten Browsern ausgehen sind aber weitaus gravierender als Phishing. Viele Sicherheitslücken ermöglichen die direkte Ausführung beliebigen Codes, der angegriffene Rechner kann so z.B. Bestandteil eines Botnetzes werden. Außerdem sollte man sich nicht nur auf den verwendeten Browser konzentrieren. Auch andere über den Browser ansprechbare Drittsoftware muss berücksichtigt werden, wenn es um die Definition von "sicheren" Webbrowsern geht", formuliert Detlef Weidenhammer, Geschäftsführer der GAI NetConsult. "Zunächst ist da aber der Browser selbst. In kaum einem Produkt werden so viele Sicherheitslücken gefunden wie in Webbrowsern", führt er fort.
Alleine in den vier verbreiteten Webbrowsern ist laut Secunia die Anzahl der nur in 2008 veröffentlichten Schwachstellen bei 43 (Quelle: secunia.com).
Internet Explorer 7: 3 Secunia Advisories (5 Schwachstellen)
Firefox 2.0: 4 Secunia Advisories (20 Schwachstellen)
Safari 3: 3 Secunia Advisories (13 Schwachstellen)
Opera 9.x: 2 Secunia Advisories (5 Schwachstellen)
Leider ist zu diesem Thema noch lange nicht das letzte Wort gesprochen worden. So wie es Risiken durch veraltete Browserversionen gibt, so bescheren dem User die Risiken durch Browsererweiterungen weitere Unannehmlichkeiten.
"Selbst bei Verwendung einer aktuellen Browserversion ist man aber leider häufig nicht auf der sicheren Seite. Die allermeisten Browserinstallationen verfügen über mehrere externe Erweiterungen ("Plugins") z.B. Java, Flash oder Quicktime. In diesen Erweiterungen werden mittlerweile beinahe ebenso viele Sicherheitslücken entdeckt, wie in den Browsern selbst. Diese Schwachstellen sind häufig sogar als schwerwiegender einzuschätzen als reine Browserschwachstellen, z.B. weil diese webbrowser- und häufig sogar betriebssystemübergreifend ausgenutzt werden können", erklärt Detlef Weidenhammer.