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T-Systems und Microsoft mit Lösung für sicheren Datenaustausch Options

von tonja vom 21.04.2020 - 402 Hits -

Auf der diesjährigen Hannover Messe International (21. bis 25. April 2008) wird erstmals die gemeinsam von T-Systems und Microsoft entwickelte Lösung PLATON (Platform for Orchestrated Engineering Networks) auf Basis eines Piloten vorgestellt. Eine der Kernfunktionen dieser Plattform ist die Bereitstellung einer lückenlosen Sicherheitskette beim Austausch sensibler Daten– über Personen, Endgeräte und Kommunikationsstrecken hinweg. Ziel ist die End-to-End-Sicherheit bei unternehmens- und standortübergreifend agierenden Teams.

T-Systems und Microsoft haben im Rahmen von PLATON ein softwarebasiertes Verfahren geschaffen, das die sichere Zustellung sensibler Daten beim Empfänger garantiert, ohne dass in umfangreiche Infrastrukturen investiert werden muss.

Erstmals präsentieren T-Systems und Microsoft auf der Hannover Messe (HMI) den Secure Data Container (SDC) als neues Element der Sicherheitskette für die Übermittlung von Daten. Der SDC basiert auf dem OPC-Format, Open Packaging Convention, innerhalb des OPEN XML-Standards. In diesen Rahmen können verschiedenste Datenformate, wie Lastenhefttexte, Stücklistentabellen, 3D-CAD-Modelle, Programmcode usw. hineinkopiert und in einer einzigen Container-Datei gespeichert werden. Um daraus einen SDC zu machen, erhält jedes enthaltene Objekt zusätzlich seine Zugriffsrechteliste für den Empfänger. Alles zusammen wird dann nach dem IBE-Verfahren (Identity Based Encryption) verschlüsselt. Jeder SDC erhält von PLATON eine weltweit eindeutige Identifikationsnummer und einen Lieferschein. Damit ist dokumentiert, welche Inhalte transportiert werden. Diese Information kann an jedem beliebigen Standort identifiziert werden.

Sollte ein SDC tatsächlich einmal ‚verloren’ gehen, würde es mit heutigen Techniken rund acht bis zehn Jahre dauern, bis ein SDC entschlüsselt ist. Der SDC kann sowohl synchron als auch asynchron, über Draht, Funk oder CD/ DVD weitergeleitet werden – die Sicherheitseigenschaften sind immer dieselben.

Der Anwender benötigt lediglich die PLATON-Client-Software, einen USB-Stick mit seiner Signatur sowie einen Internet-Zugang und kann alle benötigten Funktionen von seinem Arbeitsplatz aus bedienen. Die Oberfläche des PLATON-Clients bietet dem Anwender auf Senderseite die Selektionsfunktionen aus einem Quellsystem (beispielsweise Backend-Integration zum PLM-System), die Festlegung der Zugriffsbedingungen und Zugriffsrechte für den Empfänger, die Adressliste vertrauenswürdiger Empfänger, die Auswahl des Encryption-Keys, die Versandart und Versand-Funktion mit Lieferschein.

Auf Empfängerseite meldet der PLATON-Client die Ankunft, authentifiziert über Rights Management den Empfänger, stellt in einer ‚Explorer-Ansicht’ dar, welche Inhalte im Container enthalten sind – der so genannte Lieferschein – und startet die notwendige Applikation zum Öffnen der Datei mit gegebenenfalls eingeschränkten Rechten. So kann es beispielsweise vorkommen, dass die lokale Speicherung einer Datei nicht ausgeführt werden kann, weil der Absender festgelegt hat, dass nur innerhalb des Containers selbst zurück geschrieben werden darf – nicht aber auf ein anderes Laufwerk des Empfängers.

Der PLATON-Client wird lokal beim Anwender gestartet, während der PLATON-Server als SaaS-Plattform (Software as a Service) in den Rechenzentren von T-Systems betrieben wird. Je nach Anforderung ist die Installation auch direkt beim Kunden möglich. Mit dieser flexiblen Auswahlmöglichkeit sowie der Absicherung des Gesamtsystems durch den Secure Data Container, wird PLATON zu einem hervorragenden Vertreter für das von Microsoft propagierte "Software plus Services"-Konzept: Die Vorteile lokaler Software werden mit den Stärken einer Online Plattform vereint.
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