Virtual Earth: Erweiterte Funktionalitäten für Internetplattformen Options
von
tonja vom
13.02.2020 - 204 Hits -
Virtual Earth, der virtuelle Kartendienst von Microsoft, bildet in Deutschland mittlerweile über 100 Städte aus der Vogelperspektive ab. In den nächsten eineinhalb Jahren werden 80 Prozent der westeuropäischen Städte aus dieser Perspektive darstellbar sein. Und auch in Bezug auf die 3D-Perspektive schreiten die Entwicklungen rasant fort: Noch in diesem Jahr werden die ersten Städte Europas in 3D-Abbildungen zu bewundern sein. Parallel zur Erweiterung der perspektivischen Abdeckung wurden speziell die Schnittstellen zur Anwendungsprogrammierung (API) verbessert. Hervorzuheben sind dabei vor allem die Einbindungsmöglichkeiten von eigenen Kartenmaterialien sowie die Unterstützung komplexer Routenplanungen.
Virtual Earth ist für jeden Internetnutzer kostenfrei unter (
http://maps.live.com) nutzbar. Das Portal läuft komplett im Browser und ermöglicht somit ohne einen separaten Download-Prozess einen schnellen Zugriff auf Straßen- und Luft-Bilder. Virtual Earth bietet neben klassischen Kartendiensten auch einzigartige Ansichtsmöglichkeiten. So können gestochen scharfe Luftbildaufnahmen in einer 45-Grad-Seitenansicht aufgerufen werden. Die Aufnahmen, die im Zusammenspiel von fünf perspektivisch unterschiedlichen Kameras entstanden sind, lassen einen Blick aus jeder Himmelsrichtung zu. Die 3D-Welten werden basierend auf den Luftbildaufnahmen mit dem Einsatz speziell entwickelter Softwareprogramme erstellt. Die Berechnung und detailgetreue Abbildung in 3D ist sehr aufwendig. Daher wird die flächendeckende Abbildung eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. In diesem Entwicklungsprozess wird auch die Qualität der 3D-Abbildung kontinuierlich verbessert und erweitert. Bis Ende des Jahres werden dann die ersten Städte in Europa komplett in 3D-Ansicht zur Verfügung stehen.
Version 6.0 bietet zahlreiche Neuerungen für die AnwenderMittlerweile integrieren immer mehr Geschäftskunden Microsoft Virtual Earth in ihre Applikationen. Von Immobilienhändlern, die auf diese Weise detaillierte Informationen über ihre Projekte anbieten können, bis zu Versicherungen, die ihren Kunden beim Nachzeichnen von Verkehrsunfällen besser behilflich sein können – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Virtual Earth ist insbesondere für Internet-Plattformanbieter und somit für alle Geschäftsmodelle interessant, die eine Geo-Referenzierung nutzen. Von der Routenbeschreibung, der Visualisierung von Filialen oder Objekten bis hin zur Abbildung von Touren kann das Virtual Earth-Kartenmaterial über ein interaktives Software Development Kit (SDK) in jede Internetseite eingebettet werden. Mit der neuen Version 6.0 wurden Funktionalitäten integriert, die Geschäftsapplikationen noch einfacher und effizienter machen.
Die neue "GetDirections"-Schnittstelle beispielsweise ermöglicht eine multiple Weg-Punkt-Beschreibung und zeigt nicht nur eine einfache Route von A nach B auf. Damit können auch komplexe Routenplanungen umgesetzt werden. Auch die Einbindung von Verkehrsinformationen wird in Deutschland bald integrierbar sein. Eine wesentliche Erweiterung ist die MapCruncher-Technologie. Der MapCruncher vereinfacht die Einbindung von eigenen Karten in eine Virtual Earth-Anwendung. Dies ist insbesondere für Architekten und die Immobilienbranche interessant. Sie können somit Gebäudeplanungen transparenter veranschaulichen. Mit dem neuen 3DVIA Tool ermöglicht Microsoft dem Anwender das Erstellen von eigenen, photorealistischen 3D- Modellen, die innerhalb der Live Community sogar mit anderen Teilnehmern gemeinsam bearbeitet werden können. Diese Funktion ist beispielsweise für Städteplaner gleichsam interessant wie für Architekten. Insgesamt hat Microsoft die Importfunktionen unterschiedlicher Formate in Virtual Earth noch einmal verbessert.