Browser im Visier des organisierten Verbrechens Options
von
tonja vom
12.02.2020 - 151 Hits -
IBM hat die Ergebnisse eines neuen Sicherheitsreports vorgestellt. Ein Resultat davon ist die beunruhigend steigende Raffiniertheit beobachteter krimineller Angriffe in Zusammenhang mit der Nutzung von Webbrowsern weltweit. Besonders der Diebstahl von Identitätsdaten von Nutzern stieg auf ein so hohes Niveau wie nie zuvor bisher.
Eine weitverzweigte, ausgefeilte kriminelle Schattenwirtschaft hat sich entwickelt, die Schwachstellen des Webs gezielt ausnützen will. Untergrunddealer liefern Werkzeuge, die die Vertuschung von Angriffen ermöglichen und somit ein Entdecken durch Sicherheitssoftware verhindern sollen. Die Zahl der im Web aktiven Kriminellen, die sich solcher Tarntechniken bedienen, ist seit 2006 von einer kleinen Basis bis Ende letzten Jahres auf annähernd 100 Prozent gestiegen.
Der "Storm Worm" war die am weitesten verbreitete Internet-Attacke im vergangenen Jahr. Er infiziert weiter Computer weltweit und ist die Spitze eines Eisbergs an Bedrohungen, die das IBM Sicherheitsteam untersucht, neben Malware, Spam und Phishing. Im vergangenen Jahr war die Verbreitung von Malware auf einem Allzeithoch.
Andererseits ist zum ersten Mal die Anzahl von Spam-Mails auf ein Niveau vor 2005 gesunken. IBM glaubt, daß dieser Rückgang in Zusammenhang mit dem verminderten Einsatz von bildbasiertem Spam steht. Dies kann als ein Sieg für die Sicherheitsbranche gesehen werden, da effektive Anti-Spam-Technologien effizienter bei der Entdeckung bildbasierten Spams geworden sind.
Der neue IBM Sicherheitsreport zeigt weiterhin, dass - die Anzahl aufgedeckter kritischer Computer-Sicherheitsschwachstellen um 28 Prozent gestiegen ist - ein bedeutender Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren - die Gesamtanzahl von Schwachstellen, die im Jahr gemeldet wurden, zum ersten Mal seit zehn Jahren gesunken ist - von allen Schwachstellen, die im letzten Jahr entdeckt wurden, nur 50 Prozent durch Patches der Anbieter geschlossen werden können - knapp 90 Prozent der entdeckten Schwachstellen ferngesteuert ausgenutzt werden können