Nutzt LKA Bayern "Bayerntrojaner" bereits zum VoIP-Abhören? Options
von
tonja vom
24.01.2020 - 215 Hits -
Der Piratenpartei Deutschland wurde ein unbestätigtes Schreiben des bayrischen Justizministeriums zugespielt. Dieses enthält Indizien eines erfolgten Einsatzes von Trojanern zum Abhören von Skypetelefonaten und technische Details der eingesetzten Software.
Kernmerkmale der Software:
* Installation durch die Polizei vor Ort oder per E-Mail
* spurenlose Möglichkeit, die Software zu aktualisieren, erweitern und zu entfernen
* Versenden der Daten an und über einen Rechner außerhalb des deutschen Hoheitsgebietes
* Zugriff auf interne Merkmale des Skypeclients
* Zugriff auf SSL-verschlüsselte Websites
Bemerkenswert wäre darüber der geringe Preis des Angebots: 3.500 € Miete pro Monat und Maßnahme. Nach Schätzung von Jan Huwald, dem politischen Geschäftsführer der Piraten, "wäre dieses Angebot nur die Spitze eines Eisberges: solche Dumpingpreise rentieren sich nur durch den massenhaften Einsatz der Software. Entweder wäre dieser dann ggfs. unter der Hand des bayrischen Justizministeriums bereits geplant, oder die entwickelnde Firma würde den Trojaner auch an andere Dienste veräußern - mit katastrophalen Folgen für die Sicherheit der Polizei, der Überwachten und der Beweise, die vermeintlich sicher gestellt werden."
Weitere Infos unter
http://www.piratenpartei.de/.