Spioniert und gespeichert wird schon lange Options
von
tonja vom
11.01.2020 - 156 Hits -
Die Diskussion um die staatliche Vorratsdatenspeicherung übersieht eine wesentliche Tatsache, die die Privatsphäre und Geschäftsgeheimnisse schon seit Jahren bedroht: Von privater und kommerzieller Seite werden ständig Computer ausspioniert und Verbindungsdaten analysiert, ohne dass die Betroffenen davon wissen oder erfahren, berichtet der Fachinformationsdienst "Office Security Ticker" aus dem Fachverlag für Computerwissen (Bonn).
Internetanbieter setzen hierfür spezielle Software ein, die auf Kenntnissen der IP-Vergabetechnik der Telekommunikationsanbieter basiert. So könne beispielsweise selbst ein kleineres Unternehmen herausfinden, für welche Informationen sich ein Konkurrent interessiert. Der Anbieter einer Online-Stellenanzeige erfahre, wer sich für die offene Stelle interessiert, ohne dass dieser sich tatsächlich meldet. Diese Analyse-Tools für den Verkehr auf Web-Sites liefern laut „Office Security Ticker“ zwar keine personengenauen Ergebnisse, aber immerhin lasse sich der Personenkreis sehr eng eingrenzen.
Ausgangspunkt für die Identifizierung ist stets die so genannte IP-Adresse des eigenen Computers, die bei jeder Internetanwahl vom Provider automatisch zugeordnet wird. Was sie Internetanbietern auch ohne Spezial-Tools bereits verrät, könne man mit kleinen Programmen wie von
http://www.wieistmeineip.de herausfinden.
Wer im Netz gänzlich unerkannt bleiben will, sollte einen Anonymisierungsservice nutzen, der IP-Adressen und andere Informationen vor Web-Anbietern verbirgt. Weitere Tricks sind: Nie einen Link anklicken, um zur Seite eines anderen Anbieters zu gelangen. Vor dem Anwählen einer neuen Internetseite den Browser schließen und neu öffnen. Internetadressen stets direkt ins Adressfeld des Browsers eingeben. In Suchmaschinen angebotene Links nicht anklicken, sondern die Adresse manuell eingeben. Cookies auf dem PC nicht zulassen.