spickmich.de: Klage vor Gericht, Anfrage aus Korea Options
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tonja vom
10.01.2020 - 162 Hits -
Das Schülernetzwerk spickmich.de erlebt einen aufregenden Start ins Jahr 2008: Am Mittwoch (09.01.08) hat die Richterin des Kölner Landgerichtes in der mündlichen Verhandlung angedeutet, dass die Lehrerbenotung auch weiterhin erlaubt bleibt.
Erneut hatte das Kölner Landgericht heute die Klage einer Gymnasiallehrerin zu verhandeln, die sich nicht mehr von ihren Schülern auf spickmich.de bewerten lassen möchte. Eine Direktorin, die bis gestern ebenfalls Klage erhoben hatte, zog diese überraschenderweise zurück. Die Gymnasiallehrerin strebt hingegen, laut Nachrichtenagentur DPA, eine Grundsatzentscheidung vor dem Bundesgerichtshof oder dem Bundesverfassungsgericht an. spickmich-Initiator Manuel Weisbrod ist enttäuscht über dieses Vorgehen: "Die bisherigen Urteile waren doch mehr als eindeutig. Sollte es dennoch so kommen, sind wir auch bereit für das Grundrecht der Schüler auf freie Meinungsäußerung zu kämpfen - notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht. Das Urteil der heutigen Verhandlung wird am 30.01.08 erwartet.
Koreanisches Kultusministerium an Lehrerbenotung im Internet interessiert Die Chancen der Lehrerbewertung haben andere unterdessen bereits erkannt. In der vergangenen Woche wurden die spickmich-Macher von einem Anruf des Koranischen Generalkonsulates überrascht. Es gab eine offizielle Anfrage des Koreanischen Kultusministeriums, das einen Bericht über die Seite spickmich.de und die Möglichkeit der Lehrerbenotung im Internet angefordert hatte. Die Republik Korea, die bei den PISA-Studien zu den besten drei Ländern gehört, sei sehr an dieser Form des Feedbacks interessiert, erklärte die Mitarbeiterin des Geralkonsulates dem spickmich-Team.