Zu wenig Computer-Einsatz an deutschen Schulen Options
von
tonja vom
03.12.2019 - 104 Hits -
28 Prozent der Schüler an deutschen Schulen arbeitet nach eigenen Angaben im Unterricht gar nicht mit dem Computer. Weitere 36 Prozent nutzen einen Rechner weniger als zwei Schulstunden pro Woche. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Befragung, die Forsa im Auftrag der Initiative IT-Fitness im November 2007 unter 1.001 Schülerinnen und Schülern zwischen 14 und 20 Jahren durchgeführt hat. Insbesondere von einer fächerübergreifenden Nutzung des PCs im Unterricht sind deutsche Schulen noch weit entfernt: Lediglich im Informatikunterricht kommen die Rechner nach Angaben der Schüler häufig zum Einsatz (68 Prozent). Andere Fächer wie Wirtschaft (20 Prozent), Physik (19 Prozent) oder Mathematik (18 Prozent) folgen erst mit großem Abstand. Noch seltener werden neue Medien im Sprachunterricht eingesetzt. Nach Ansicht der Schüler brauchen ihre Lehrer Nachhilfe im Umgang mit Computer und Internet: Nur ein Drittel der Lehrer bekommt die Note "sehr gut" oder "gut" für ihre IT-Kenntnisse. Entgegen dem geringen Stellenwert, den der Computer als Werkzeug zumeist im Unterricht hat, messen Schüler IT-Kenntnissen jedoch eine hohe Bedeutung für das spätere Berufsleben bei: 87 Prozent der Befragten glauben, dass Computerkenntnisse für ihre berufliche Zukunft wichtig oder sogar sehr wichtig sein werden.
Die große Mehrheit der befragten Schüler ist sich bewusst, dass Computerkenntnisse in ihrem späteren Berufsleben sehr wichtig (44 Prozent) oder wichtig (43 Prozent) sein werden. Nur 13 Prozent schätzen Computerkenntnisse in Hinblick auf ihre berufliche Zukunft als weniger wichtig (10 Prozent) oder unwichtig (3 Prozent) ein.
Die Umfrage zeigt auch, dass sich die Schüler vor allem außerhalb der Schule mit dem Computer auseinandersetzen und daraus ihr IT-Wissen beziehen: 58 Prozent der Schüler geben an, dass sie sich ihre Computerkenntnisse selbst beigebracht haben. Jeweils ein Drittel meint, der Umgang mit dem PC sei ihnen vor allem von ihren Freunden (35 Prozent) und Eltern (34 Prozent) gezeigt worden. Ein weiteres Drittel gab an, ihre Lehrer (32 Prozent) hätten ihnen ihre Computerkenntnisse vermittelt. 20 Prozent beziehen ihr IT-Wissen vor allem von ihren Geschwistern (Mehrfachnennungen möglich).
IT-Weiterbildung muss im Lehrerzimmer anfangen Die Lehrer bekommen von ihren Schülern keine guten Noten: Befragt nach den IT-Kenntnissen ihrer Pädagogen, vergeben nur ein Drittel der Schüler die Note "gut" (28 Prozent) oder "sehr gut" (4 Prozent). Im Durchschnitt erhalten Lehrer von ihren Schülern die Note "befriedigend". Dabei gilt: Je älter die Lehrer, desto schlechter schätzen die Schüler deren IT-Kenntnisse ein. Als das im Umgang mit dem Computer fitteste Lehrpersonal werden überwiegend die jüngeren Lehrer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren benannt (66 Prozent). 25 Prozent meinen, die 40- bis 50-Jährigen wüssten am besten Bescheid. Nur drei Prozent stufen die über 50-jährigen Pädagogen entsprechend ein.
Mit Hilfe der so genannten fIT-Box können alle Lehrer, vom Mathe- bis zum Englischlehrer, eine Einführungsstunde zum Thema IT halten. In Lehrerworkshops werden Pädagogen im Umgang mit der fIT-Box geschult. Aber auch die Schüler können aktiv werden. Sie können ihre Kenntnisse unter
http://www.it-fitness.de mit Hilfe des kostenlosen IT-Fitness-Tests überprüfen sowie kostenlose Online-Schulungen nutzen, um sich fit für den Umgang mit Computer und Internet zu machen.