Mobilnetzbetreiber wollen NFC-basierte mobile Zahldienste Options
von
tonja vom
13.11.2019 - 222 Hits -
Im Vorfeld der kommerziellen Starts werden 12 Mobilnetzbetreiber im Verlauf der kommenden Monate Praxistests für das berührungslose Bezahlen mit mobilen Telefonen in Australien, Frankreich, Irland, Korea, Malaysia, Norwegen, den Philippinen, Singapur, Taiwan, der Türkei und in den Vereinigten Staaten durchführen. Die Tests sind Teil der Pay-Buy-Mobile Initiative der GSM Association. Die Initiative ist als universelle Lösung für das berührungslose Bezahlen per Mobiltelefon gedacht und soll eine solche Lösung bereitstellen. Damit sollen Verbraucher in der Lage sein, mit ihren Mobiltelefonen schnell, einfach und sicher Waren und Services in Läden, Restaurants und Bahnhöfen zu bezahlen.
Die Pay-Buy-Mobile Initiative unterstützt die Verwendung des Single Wire Protocol, das im Oktober von der ETSI als Standard für die Kommunikation der Universal Integrated Circuit Card (UICC) im Mobilgerät mit dem im Mobiltelefon integrierten NFC-Chip (NFC, Near Field Communications) akzeptiert wurde. Der NFC-Chip kommuniziert mit bestehenden berührungslosen Zahlungssystemen und stellt eine breite Palette sicherer, kompatibler und transparenter Services, etwa Kredit- oder Debitzahlungen, zur Verfügung. An der Initiative nehmen 35 Mobilnetzbetreiber mit 1,3 Milliarden Kunden teil.
Weltweit erstmalig haben Führungskräfte des koreanischen Betreibers KTF Waren bezahlt, indem sie ihre NFC-bestückten Mobilgeräte an berührungslosen Lesegeräten bei Einzelhändlern in Korea, Taiwan und den USA im Rahmen eines Versuchs, der tatsächliche, von MasterCard eingerichteten Transaktionen zur Folge hatte. Für diesen Versuch wurden die MasterCard Anwendung Paypass und die Kreditkartenanwendung der Shinhan Bank auf ein in den Mobilgeräten integriertes KTF UICC heruntergeladen, das von LG Electronics undSamsung Electronics bereitgestellt wurde. Die Einzelhandelsläden am jeweiligen Standort wurden mit Lesegeräten ausgerüstet, die dieNFC-Schnittstelle unterstützen und die MasterCard Paypass Anwendungen akzeptieren und somit echte Transaktionen in drei unterschiedlichen Ländern möglich machen.
"Gerade einmal neun Monate nach der Vorstellung des Programms in Barcelona bereiten sich die ersten, bahnbrechenden Mobilfunkanbieter auf den Start der kommerziellen Services vor, die das Potenzial haben, das Fundament eines weltweit kompatiblen Zahlungsservices zu werden", meint Rob Conway, CEO der GSM Association (GSMA), dem weltweiten Fachverband für Mobilnetzbetreiber. "Mobile Zahldienste, die schnellere Transaktionen in Läden, Restaurants und Bahnhöfen ermöglichen, vereinfacht es auch den Händlern, ihren Kunden zielgruppengenaue Preisnachlässe und sonstige Werbeangebote anzubieten."
Laut einer von Serrula im Namen der GSMA durchgeführten Studie werden sowohl Verbraucher als auch Händler durch die Verwendung von Mobiltelefonen als Zahlungsmittel an der Kasse signifikante Vorteile haben. Zwei Drittel der 2.574 in 17 Ländern befragten Verbraucher sagten, sie erwarteten, dass sie innerhalb von zwei Jahren nach Einführung der entsprechenden Services mit ihren Mobiltelefonen an Kassen bezahlen würden. Darüber hinaus sehen 50 % der 240 in 10 Ländern befragten Händler Werbemöglichkeiten bei der Verwendung des Mobiltelefons als Zahlungsmittel.
Die 12 Betreiber der Studie sind AT&T, Far EasTone, Orange, KTF, Maxis, SFR, SingTel, Telstra und Turkcell.