Vier von fünf Hightech-Firmen erwarten Umsatz-Plus Options
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tonja vom
06.11.2019 - 193 Hits -
79 Prozent der kleinen und mittleren IT-Unternehmen erwarten ein Umsatz-Plus für 2007. Das geht aus dem aktuellen Branchenbarometer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hervor. Weitere 11 Prozent rechnen zumindest mit stabilen Umsätzen. „Die Hightech-Mittelständler haben allen Grund, zuversichtlich ins Jahresendgeschäft zu gehen“, sagte BITKOM-Vizepräsident Heinz Paul Bonn anlässlich der Eröffnung des 3. Deutschen ITK-Mittelstandstages in Düsseldorf. Dort treffen sich heute rund 200 Spitzenvertreter der Hightech-Branche und ihre Kunden.
Der Kongress wird vom nordrhein-westfälischen Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart eröffnet. „Nordrhein-Westfalen hat einen starken Mittelstand und exzellente Forscherinnen und Forscher“, sagte Pinkwart. „Wenn wir unseren Wissensvorsprung dauerhaft in Innovationsvorsprung ummünzen wollen, braucht es das Engagement des Mittelstands gerade auch in Forschung und Entwicklung. Keine Idee darf uns verloren gehen.“ Mit ihrer Initiative „Science-to-Business“, die mit 50 Millionen Euro ausgestattet ist, fördert die Landesregierung den Wissenstransfer zwischen Hochschulen und kleineren Unternehmen.
Mittelständische Anbieter profitieren davon, dass viele Unternehmen wieder mehr in IT investieren. „Auch kleinere Firmen setzen zunehmend auf maßgeschneiderte digitale Lösungen“, sagt BITKOM-Mittelstandssprecher Bonn. Ohne passgenaue ITK-Systeme könnten Mittelständler auf Dauer nicht erfolgreich sein. „Dabei wird die Vernetzung mit Kunden und externen Mitarbeitern immer wichtiger.“ Die starke Nachfrage sorgt vor allem bei Anbietern von IT-Dienstleistungen und Software für Optimismus: In diesem Sektor erwarten 84 Prozent der Unternehmen einen steigenden Jahresumsatz.
Die größte Hürde für zusätzliches Wachstum ist der Fachkräftemangel: 70 Prozent der ITK-Mittelständler sehen darin ein Hindernis. Der BITKOM fordert deshalb, einschlägige Studiengänge in Informatik und Ingenieurwissenschaften attraktiver und praxisnäher zu gestalten. Auch müssten die Hürden für die Beschäftigung ausländischer Spitzenkräfte gesenkt werden. „Wir brauchen beides – eine bessere Ausbildung in Deutschland und eine gesteuerte Zuwanderung von Spezialisten“, betont Heinz Paul Bonn.
Ein Schwerpunkt des ITK-Mittelstandstages sind interaktive Internet-Anwendungen. Führungskräfte aus dem Mittelstand zeigen daran großes Interesse, wie aus einer neuen Studie des BITKOM hervorgeht. „Gut zwei Drittel der Manager begeistern sich für die Chancen des Web 2.0“, sagt Vizepräsident Bonn. Besonders bekannt sind Foto- und Videoportale sowie interaktive Wissensdatenbanken (Wikis). Diese werden von mittelständischen Web-2.0-Vorreitern auch bevorzugt genutzt. Viele Führungskräfte sehen zudem Potenzial in digitalen Job-Netzwerken, Online-Tagebüchern (Blogs) und öffentlichen Web-Lesezeichen (Social Bookmarks). „Viele kleine Unternehmen zögern aber noch, die prinzipielle Begeisterung in die Praxis umzusetzen“, erläutert Bonn. „Nur eine Minderheit schöpft die Möglichkeiten bisher aus.“ Der BITKOM rechnet damit, dass das nicht so bleibt: „Mehr als die Hälfte der Entscheider glaubt, dass Web 2.0 bald aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Was heute noch eine Sache von Pionieren ist, wird sich binnen weniger Jahre durchsetzen.“
Für beispielhafte IT-Konzepte verleiht der BITKOM am Abend den Deutschen Internetpreis 2007. Mehr als 300 Mittelständler haben sich beworben. Im Finale stehen sechs Unternehmen aus Berlin, Mannheim, München, Saarbrücken, Schweinfurt und Verl. Drei Gewinner erhalten Geldpreise im Gesamtwert von 60.000 Euro. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Der Preis wird zum achten Mal verliehen.