Behördeneinheitliche Rufnummer 115 kurz vor Erprobung Options
von
tonja vom
10.10.2019 - 125 Hits -
Erschwerte Bedingungen bei der Kommunikation mit den Behörden auch wenn es nur um eine Auskunft geht, gehören mittlerweile zum Alltag. Dem soll nun ein Ende gesetzt werden mit einer einheitlichen Behördenrufnummer.
Bereits Ende letzen Jahres regte die Bundeskanzlerin zur weiteren Modernisierung von Verwaltungsdienstleistungen in Form einer bundeseinheitlichen Servicenummer an, deren Einführung sich auf dem besten Weg befindet. In den USA hat sich dieses Modell bereits erfolgreich bewährt und soll nun auch in Deutschland umgesetzt werden. Ziel ist es, bundeseinheitliche Servicerufnummern zu schalten, unter der sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen an die Verwaltung wenden können. Des Weiteren soll die Erreichbarkeit von Verwaltungsdienststellen erleichtert und transparenter gestaltet werden. Hierbei werden bereits vorhandene Serviceeinrichtungen für Bürger bei Bund, Ländern und Kommunen genutzt und weiterentwickelt.
Nach Vorgesprächen mit der Bundesnetzagentur, hat das Bundesministerium des Innern die Zuteilung der Servicerufnummer 115 dafür beantragt, mit der bis Anfang Dezember diesen Jahres gerechnet wird.
Jedoch wird betont, dass das Ziel der Servicenummer nicht der Aufbau eines Call Centers in Deutschland ist. Stattdessen soll eine intelligente Vernetzung von dezentralen Serviceeinheiten erreicht werden. „Mit einer kostenlosen Servicenummer für Bürgeranfragen bietet die Bundesregierung eine gute Möglichkeit über einen telefonischen Mehrwertdienst in Kontakt mit den Behörden zu treten. Servicenummer4you.de unterstützt diese Einrichtung mit besonderen Konditionen für behördliche Servicerufnummern“, so Geschäftsführer des Berliner Telekommunikationsdienstleisters Servicenummer4you.de Dr. Maik Temme.
Nachdem das so genannte „Projekt D115“ bereits im März dieses Jahres auf der CeBIT mit einem Workshop gestartet wurde, fand im August ein zweiter Workshop zum Thema Modellregion statt. Die Bewerbungen der Kommunen, Regionen oder Partnern, die ebenenübergreifend zusammenarbeiten wollen, werden bis Mitte Oktober zusammengetragen, wo dann auch das weitere Verfahren bis zum voraussichtlichen Start der Pilotphase Anfang 2008 entschieden wird.