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World Cyber Games 2007: 5 Medaillen für Deutschland Options

von tonja vom 09.10.2019 - 131 Hits -

Einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze, ein Geburtstagsgeschenk und eine Spielerehrung - die deutsche Nationalmannschaft triumphiert beim großen Finale der World Cyber Games (WCG) in Seattle. Mit dem Ergebnis bewiesen die Deutschen einmal mehr ihre Kompetenz in Strategiespielen (4 Medaillen) und Fußballsimulationen. Mehr als 700 Spieler aus 74 Nationen versammelten sich bei den Olympischen Spielen der Computer- und Videospieler und begeisterten die Zuschauer mit spannenden Matches.

Die Gewinner:
Daniel Schellhase, aus 45888 Gelsenkirchen, 1. Platz bei FIFA 2007
Leon Machens, aus 26655 Ocholt, 2. Platz bei Command & Conquer III
Pascal Pfefferle, aus 79238 Ehrenkirchen, 3. Platz bei Command & Conquer III
Christoph Semke, aus 92318 Neumarkt, 3. Platz bei Starcraft
Karsten Hager, aus 71229 Leonberg, 3. Platz bei Age of Empires III

Daniel Schellhase, alias „Hero“, aus Gelsenkirchen gewann in der Fußballsimulation FIFA 2007 die Gold Medaille für Deutschland. Er setzte sich in einem spannenden Finale gegen Victor Sanchez Munoz, alias „Delfin“ durch. Der Spanier hatte bereits zwei Deutsche besiegt: Im Achtelfinale Kai „Deto“ Wollin aus Monheim am Rhein und im Viertelfinale Daniels Zwillingsbruder Dennis „Styla“ Schellhase.
Im Finale machte Daniel die Niederlagen seiner Landsleute wieder wett und gewann. Damit verteidigte er seinen Titel. Daniel Schellhase erklärte nach dem Sieg: „Es ist ein schönes Gefühl zu gewinnen. Ich bin mir sicher, dass wenn ich zuerst gegen Delfin gespielt hätte, dann hätte ich verloren und mein Bruder wäre Weltmeister geworden, also hab ich ihm zu danken. Jetzt stehe ich mit meinem Bruder auf einer Stufe. Wir haben in fünf Jahren viermal die WCG gewonnen. Wir werden nächstes Jahr auf jeden Fall wieder alles geben.“
Nach dem Turnier wurde Daniel Schellhase in die Hall of Fame der World Cyber Games aufgenommen und so für sein Lebenswerk geehrt.

Ein schönes Geschenk machte sich Karsten Hager. Der Leonberger gewann den dritten Platz bei Age of Empires. Den Sieg bejubelte er gleich doppelt, denn unmittelbar nach seinem Match feierte er seinen 19. Geburtstag. „Für mich war das Event sehr gelungen. Preisgeld und Medaille und beides noch vor meinen Geburtstag zu gewinnen, ist natürlich perfekt. Ich freue mich auch auf Köln nächstes Jahr.“

Eine Überraschung gelang Leon „Xeon“ Marchens aus Ocholt bei Oldenburg. Der 18-Jährige gewann Silber bei Command & Conquer 3, ursprünglich hatte er sich gar nicht für das Finale in Seattle qualifiziert. Als Nachrücker gelangte er in die Deutsche Nationalmannschaft, weil jemand nicht mitreisen konnte. In Seattle gewann er seine Spiele souverän und kam sogar ins Finale. Erst dort unterlag er. „Es war unheimlich aufregend und ein fantastisches Gefühl, so weit zu kommen.“

Zusammen mit ihm feiert Pascal „Dackel“ Pfefferle aus Ehrenkirchen bei Freiburg. Der 19-jährige gewann bei Command & Conquer 3 die Bronze-Medaille. Er sagte nach seinem Sieg: „Das Event und alles rund herum war wunderbar, ich habe viele Leute getroffen, die ich auch aus dem Internet kannte.“

Eine sensationelle Bronzemedaille gewann Christoph „Mondragon“ Semke, aus Neumarkt. Der 20-Jährige unterlag bei Starcraft lediglich einem Koreaner, dem späteren Turniergewinner. Korea ist in dieser Disziplin seit Jahren die dominante Nation, daher war Christoph Semke umso überwältigter von seinem Sieg: „Es war ein super Gefühl zu gewinnen. In Starcraft ist ein dritter Platz wie bei manch anderen Spielen der erste Platz, mehr kann man eigentlich nicht erreichen.“

Der Teambetreuer der Deutschen Nationalmannschaft Thomas von Treichel zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Ziel waren zwar zwei goldene und zwei weitere Medaillen. Das hat leider nicht ganz geklappt. Dafür reisen wir nun mit fünfmal Edelmetall nach Hause.“ Thomas von Treichel war erneut vom Teamgeist seiner Jungs beeindruckt: „Der Zusammenhalt war wieder erstaunlich, so sehr die Spieler in Deutschland Konkurrenten sind, so sehr spielen sie auf der WCG als Team für Deutschland. Jede freie Minute wurde genutzt, spielende Teamkollegen zu unterstützen.“

In einer glanzvollen Schlusszeremonie wurden die Spieler geehrt und das Preisgeld von 500.000 US-Dollar übergeben. Anschließend wurde feierlich der Staffelstab für die nächste World Cyber Games weitergegeben. Diese wird 2008 in Köln stattfinden, darauf freuen sich alle deutschen Spieler und Teamchef Thomas von Treichel: „Seattle war ein wunderbares Event. Wir wollen versuchen, den Spieler und Zuschauern im kommenden Jahr noch mehr zu bieten – denn endlich sind wir einmal Gastgeber.“ Er ist guter Dinge, dass mit dem Heimvorteil Deutschland auch den ersten Platz im Medaillenspiegel erreichen wird: „Die WM im eigenen Land, das motiviert zusätzlich.“
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