Konzepte gegen den Stau auf dem Daten-Highway Options
von
tonja vom
17.09.2019 - 185 Hits -
Es wird eng in den Telekommunikationsnetzen. Zu diesem Ergebnis kamen über 4.000 eingeladene Experten aus 60 Nationen, die auf dem Weltkongress für Optische Technologien (ECOC 2007) die neuesten Trends in der Glasfasertechnik vorstellten und diskutierten. Organisiert wurde der Kongress von der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG).
Im Zuge der Digitalisierung der Medien und der massenhaften Nutzung breitbandiger Dienste steigt die Menge der übertragenen Datenmengen in den Netzen zurzeit explosionsartig. Grund genug für Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Grallert vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut in Berlin zum Auftakt der ECOC 2007 vor bevorstehenden Engpässen zu warnen. „Vor allem in den auf Glasfasertechnik beruhenden interkontinentalen Verbindungskabeln zeichnen sich erste Engpässe ab“, konkretisiert der Experte.
Eines ist sicher: Zur modernen Glasfasertechnologie gibt es zurzeit keine Alternative. Vielmehr garantieren optische Technologien und die Daten¬übertragung via Glasfaser garantieren derzeit die schnellste Übertragung bei bester Qualität. Dabei ist es preiswerter die Übertragung in den bestehenden Netzen zu optimieren, als neue Kabel zu verlegen oder gar durch die Ozeane zu ziehen.
Unvorstellbare DatenmengenModerne Glasfasernetze gestatten bereits Übertragungsraten von mehr als 2 Terabit pro Sekunde. Dies entspricht gleichzeitig 333.333 DSL-Leitungen bei einer Bandbreite von 6 MBit/s. Dabei findet in der Faser die Übertragung in Form von Licht unterschiedlicher Frequenzen im infraroten Teil des Lichtspektrums statt. Die zunächst elektrischen Daten werden in ein moduliertes Lichtsignal umgewandelt und auf die Reise geschickt. Beim Empfänger werden sie wieder in elektrische Signale zurückverwandelt.
Nach Einschätzung von VDE-Experten wird die optische Kommunikationstechnik auf absehbare Zeit mit Datenraten zwischen 100 Mbit/s und 10 Gbit/s Einzug in fast alle unsere Lebensbereiche halten und so die gesamte Kommunikation revolutionieren. Als Beispiele nannte Professor Grallert in Berlin unter anderem breitbandige Informations- und Kommunikationssysteme in Transport und Logistik, die Kommunikation zwischen Maschinen und innerhalb von Maschinen sowie hochintelligente elektronische Assistenten, die in zahlreichen Bereichen des Lebens Entscheidungshilfen und -unterstützung liefern können. „Überall dort, wo die ultraschnelle Kommunikation von Rechnern, Netzwerken und Systemen bislang durch die Verwendung von Kupferkabeln eingeschränkt war, werden Fasern aus Glas oder Plastik und schnelle Komponenten, also schlicht: optische Kommunikation, neue Tempo-Dimensionen erschließen,“ konkretisiert der Experte.
Quelle: Redaktionsbüro Froböse