Internet Stalking: Verleumndung und Denunzierung Options
von
tonja vom
21.08.2019 - 299 Hits -
Stellen Sie sich vor, Sie werden als pädophilier Kinderschänder im Internet bezeichnet, als Koksdealer, als Betrüger oder Verbrecher!? Das kann schnell passieren, denn die Zeit des herkömmlichen Stalkings ist vorbei. Stundenlanges „auf das Opfer lauern“ gehört der Geschichte an. Das Internet hat es möglich gemacht und das Vorgehen krimineller Rufmörder hat eine neue, hocheffektive Qualität erreicht. Internetstalking heißt diese Verbrechensart. Zielobjekte sind Privatpersonen, Firmen und unliebsame Mitbewerber gleichermaßen, aber auch unbestechliche Journalisten oder Forenbetreiber gehören immer mehr zu den Leidtragenden.
Diese Stalker schreiben in Foren, Blogs oder Anzeigenmärkten negativ oder verleumderisch über die entsprechende Zielperson. Sodann eröffnen sie spezielle Internetseiten auf exotischen Servern. Sie arbeiten ausschließlich aus der Anonymität. Entsprechende Beiträge werden mit hoher Dichte rekursiv untereinander verlinkt. Dabei wird das Zielobjekt vor allem auf Web-Adressen mit vielen Usern und einem hohem PageRank genannt und mit dafür eigens ins Netz gestellten Verleumdungsseiten verbunden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass jede Suchmaschinenanfrage nach dem Namen des Verleumdeten immer zuerst die vom Stalker platzierten Verleumdungen als Ergebnis liefert. Das Ziel des Stalkers ist erreicht.
Personalchefs googlen mittlerweile genauso gerne nach Bewerbernamen, wie potentielle Auftraggeber von Selbständigen und Freiberuflern nach Namen eventueller, neuer Geschäftspartner. Die Folgen sind die gleichen: Arbeitsplatzverlust, Versagung oder Verlust von Aufträgen. Finden Bekannte oder Freunde diese Verleumdungen und werden nicht aufgeklärt ist, kann dies auch zur Distanzierung betroffener Personen zur Folge haben, die meist überhaupt nicht wissen warum.
Internet und Suchmaschinen Stalker beabsichtigen stets ganz bewusst Existenzen zu vernichten und das Zielobjekt nachhaltig privat, sozial und beruflich zu diskriminieren und zu schädigen. Sie handeln stets anonym und es ist kaum möglich juristisch gegen diese Art von Internetterroristen vorzugehen. Server stehen in exotischen Standorten wie Vietnam oder Kambodscha, werden anonym per Westernunion gezahlt und der eingetragene Admin C ist nicht existent, zumal deutsche Gerichte nicht zuständig sind ...