Gekaufte Links und andere Manipulationen zwingen Google zum Handeln Options
von
tonja vom
17.08.2019 - 178 Hits -
Die Linkpopularität einer Website ist der wichtigste Faktor für deren gute Platzierung bei Suchmaschinen. Sie gibt an, wie viele Links von extern auf eine Website verweisen. Der große Einfluss der "Linkpop" verleitet Webmaster, durch gekaufte Links und Tricks die Linkpopularität zu steigern. Google geht dagegen vor. Sogar die Überarbeitung des Suchalgorithmus steht zur Diskussion.
Von Beginn an spielte bei Google die Linkpopularität für die Bewertung von Websites eine wichtige Rolle. Bereits vor einigen Jahren wurden deshalb Linkfarmen programmiert, mit Websites die nur aus Hyperlinks bestehen und die Linkpopularität der Zielseiten erhöhen sollen. Google hat jedoch inzwischen seinen Suchroboter so programmiert, dass er Linkfarmen ignoriert.
Doch nicht nur die Anzahl der Links beeinflusst die Linkpopularität, sondern auch deren Qualität. Verweise aus dem thematischen Umfeld einer Website, werden höher bewertet als branchenfremde. Besonders wertvoll sind Links von vertrauenswürdigen Seiten wie Nachrichtenportalen oder Websites von öffentlichen Einrichtungen. Gerade Universitäten wie beispielsweise die Universität zu Köln platzieren auf ihrer Startseite Links auf externe Webseiten und bekommen dafür Geld. Hier ist in den letzten Monaten ein reger Handel entstanden. Doch gekaufte Verweise sind für Google unter Umständen ein Verstoß gegen die Qualitätsrichtlinien. Der Suchmaschinen-Marktführer ruft daher dazu auf, Websites mit bezahlten Links zu melden, um seinen Suchalgorithmus zu verbessern.
Bei Weblogs hat Google bereits gehandelt: Bislang galten Blogs als vertrauenswürdig. Unseriöse Programmierer setzen Software ein, die massenhaft Blog-Kommentare mit Links erzeugen. "Nach unserer Beobachtung haben Weblogs durch diesen Link Spam ihre hohe Relevanz für die Linkpopularität einbüßen müssen", berichtet Christian Mauer, Geschäftsführer der auf Suchmaschinen-Optimierung spezialisierten SUMO GmbH.
Einige Experten vermuten sogar, dass Google die Zusammensetzung seines Algorithmus grundlegend ändern wird und die Linkpopularität als Maßstab am Ende sei. "Eine so tiefgreifende Änderung erwarten wir nicht", glaubt Mauer. "Sicher jedoch werden die Suchdienste weiter daran arbeiten, Manipulation zu unterbinden. Gekaufte Links könnten bald schon ohne großen Einfluss auf die Linkpopularität sein und entsprechende Verträge mit längeren Laufzeiten schlecht angelegtes Geld. Wem an einer langfristig guten Platzierung liegt, sollte sich streng an den Qualitätsrichtlinien der Suchdienste orientieren", fügt Mauer hinzu.