Internetbetrüger: Das "Schwarze Schaf" des Monats Options
von
tonja vom
31.07.2019 - 167 Hits -
Scheinbare Super-Schnäppchen bietet der Betreiber der Internetseiten „onlinemallcn.com“ und „trademallcn.com“ an. Beispielsweise wird ein Sony-LCD-Fernseher für nur 328 Euro offeriert, der bei einem zertifizierten Shop rund 1.700 Euro kosten würde. Doch die Freude über den vermeintlichen Glücksgriff verflog bei den meisten Käufern recht schnell, denn die Ware erreicht den Kunden in der Regel nicht.
Der Internetanbieter Li Xiao von „onlinemallcn.com“ und „trademallcn.com“ mit Sitz im fernen Beijing kassiert das Geld gutgläubiger Kunden, die er mit scheinbar lukrativen Angeboten auf seine Seite lockt. Doch schon bei der Bezahlungsmethode ergeben sich Zweifel an der Seriosität des Betreibers. PayPal, eine der sichereren Zahlungsmethoden im Internet, sei angeblich temporär nicht nutzbar, heißt es auf den Shopseiten. Auch bei einer anonymisierten E-Mail-Anfrage von P4M, wann PayPal wieder nutzbar sei, wurde der Kunde nur auf diverse andere Zahlungsmethoden verwiesen, die als ebenso „sicher“ bei der Bezahlung eingestuft wurden.
Bei diesen Anbietern muss das Geld – im Gegensatz zu PayPal – vorab überwiesen werden, die Ware wird üblicherweise anschließend versendet. Für den Anbieter von „onlinemallcn.com“ und „trademallcn.com“ eine dreiste Möglichkeit, die Kunden um ihre Ware zu prellen: Denn nach Bezahlung wurden, laut der Meldung, die P4M von einem Opfer dieser Betrugsmasche erhielt, die Geräte nicht ausgeliefert. Schließlich blieben die getäuschten Kunden mit leerem Konto und leeren Händen zurück.
„Unseriöse Anbieter im Internet werden immer dreister. Wir können nur davor warnen, größere Geldsummen vor Erhalt einer Ware zu überweisen“, sagt Hubert Neuner, einer der beiden P4M-Geschäftsführer. „Stattdessen sollte man sich die Mühe machen, den Anbieter vorher zu recherchieren und seine Seriosität zu klären. Das ist zwar aufwendiger, aber letztlich billiger, als später das Nachsehen zu haben.“
Seit April 2006 zeichnen die P4M-InternetAgenten monatlich die dreistesten Rechtsverletzungen im Internet mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ aus. Dazu wählt P4M aus allen gemeldeten Fällen von Verbrauchern und Firmen den frechsten Fall aus und ernennt ihn zum „Monatsschaf“. Veröffentlicht werden die Schwarzen Schafe unter
http://www.das-schwarze-schaf.com. Verbraucher und Unternehmen können P4M ihre persönlichen Schwarzen Schafe an die Adresse schwarzes-schaf@p4m.de schicken.