PC-Pflege beugt dem Datenverlust vor Options
von
tonja vom
05.07.2019 - 167 Hits -
Laut einer Umfrage von Kroll Ontrack haben mehr als 60 Prozent aller befragten PC-Anwender irgendwann einmal schon einen Datenverlust erlebt. Oftmals spielt aber auch unsachgemäßer Umgang mit der Hardware eine große Rolle. PCs und Notebooks sind High-Tech-Geräte, die bei korrektem Gebrauch zuverlässig ihren Dienst verrichten. Festplatten sind empfindliche Bauteile, die in der Regel eine Lebensdauer von rund sieben Jahren haben – aber nur bei fachgerechten Umgang und sachgemäßer Benutzung. Entscheidend ist es daher, einige grundlegende Regeln beim Umgang mit einem PC zu beachten. Sonst gehen Daten scheinbar verloren.
Ein grundlegender Aspekt ist die Temperaturempfindlichkeit, egal ob es sich um hohe und niedrige Temperaturen handelt oder um starke Schwankungen. Ebenso kritisch ist die Frage nach dem passenden Standort. Äußere Einwirkungen können ebenfalls massiv die Funktion stören und zu Datenverlust führen. Die Experten von Kroll Ontrack haben einige Tipps für den korrekten Umgang mit dem PC zusammengestellt:
•
Daten im Schwitzkasten: So sollte der Computer auf keinen Fall extremer Hitze ausgesetzt werden, etwa in einem unbelüfteten Auto bei sommerlichen Temperaturen. Sonnenlicht, das direkt auf das Gehäuse trifft, heizt das Geräteinnere zusätzlich auf, woraus typische Überhitzungsschäden resultieren können. Schreib-/Leseköpfe können sich bei Hitze zu weit ausdehnen, zuviel Spiel haben und so nicht mehr die ursprüngliche Spurbreite beim Ablesen der Daten einhalten. Informationen können dann nicht mehr ausgelesen werden.
•
Das Notebook, das aus der Kälte kam: Gleiches gilt umgekehrt für extreme Kälte unterhalb des vom Hersteller angegeben Temperaturbereichs für optimalen Betrieb. Ebenso negativ auswirken können sich starke Temperaturschwankungen. Ein klassischer Fall ist das Notebook, welches sich im Winter im Auto befindet und dann sofort hochgefahren wird. Die Folge ist, dass sich feinste mechanische Teile ausdehnen und wieder zusammenziehen, was den Betrieb beeinträchtigen kann, oder Flüssigkeit kondensiert und zum Kurzschluss führt.
•
Akku bis zu letzt ausgereizt: Sinnvoll auch im Sinne des Energiesparens ist es, den PC nicht länger als nötig eingeschaltet zu lassen. Gefährlich kann dies insbesondere bei einem leer werdenden Notebookakku sein. Meistens signalisieren zwar Notebooks das Ende ihrer Akkulaufzeit. Wer aber diese Option abschaltet oder auch Sleep-Modi deaktiviert, kann unter Umständen seinen Rechner nicht mehr vollständig speichern oder verliert Daten bei einem nicht zu Ende geführten Herunterfahren.
•
Schieflage als Standortproblem: Schon der Stellplatz alleine kann zu Problemen führen. Vermieden werden sollten staubige Plätze, etwa in Lager, Werkstatt oder Produktionsstätte. Staub führt zur Beschädigung der Festplatte. Aber der Rechner sollte auch nicht schief gelagert werden. Ein auch nur leicht schräg aufgebauter Rechner kann dazu führen, dass Schreib-/Leseköpfe die Daten in einer entsprechend schiefen Spur aufzeichnen. Steht der Rechner wieder eben, können dann Informationen oft nicht mehr ausgelesen werden.
•
Zu viel Strom: Ein Ratschlag, der eigentlich alle elektrischen Geräte betrifft, ist, den PC während eines Gewitters nicht mit Netzstrom zu betreiben. Blitzeinschlag kann zu Datenverlust führen. Abhilfe schafft hier eine hochwertige Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz. Elegant lösen lässt sich dieses Problem bei Notebooks durch vorübergehenden Akkubetrieb.
•
Daten verstrahlt: Eine weitere Gefahr für die korrekte Funktion des PCs und damit auch die abgelegten Daten sind Magnetfelder. Abstrahlende Felder zum Beispiel einer Lautsprecherbox können die elektromagnetische Polung der Medien verändern und damit Daten unwiederbringlich löschen. Daher sollte der PC nicht in unmittelbarer Nähe zu Lautsprechern oder TV-Geräten stehen.
•
Übertriebene Reinlichkeit: Eine gut gemeinte Säuberung des PCs kann auch schwer-wiegende Folgen haben. Ungeeignet ist der Einsatz von Reinigungsbenzin, Lösungsmitteln oder anderen aggressiven Chemikalien, da das Material des Gehäuses und das weitaus empfindlichere Innenleben angegriffen werden können.
Quelle: Kroll Ontrack