Schnellster Rechner Europas kommt nach Jülich Options
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tonja vom
23.06.2019 - 136 Hits -
Das Forschungszentrum Jülich schiebt sich an die Weltspitze der Supercomputerzentren. Bis zum Herbst wird in Jülich ein neuer Supercomputer stehen, der dann Europas schnellster Rechner und weltweit voraussichtlich unter den ersten Dreien sein wird. Am Montagvormittag unterzeichnen in Jülich der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Prof. Achim Bachem, und der Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, Martin Jetter, den entsprechenden Vertrag und geben damit den Startschuss für die Aufbauphase.
Mit einer Rechenleistung von über 220 Teraflops (220 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde) wäre der Computer in der aktuellen Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer auf dem zweiten Platz, hinter seinem ähnlich aufgebauten Bruder im US-amerikanischen Livermore. Im Herbst werden in Jülich 65.000 Prozessoren rechnen, die über ein extrem leistungsfähiges Kommunikationsnetz der neusten Generation verbunden sind. Supercomputer des Typs Blue Gene zeichnen sich durch Kompaktheit und Energieeffizienz aus. Der Stromverbrauch beträgt kaum ein Zehntel von dem vergleichbarer Computer.
Der leistungsstarke Rechner wird kompakt in 16 etwa telefonzellen-ähnlichen Schränken in der Rechnerhalle des Forschungszentrums Jülich untergebracht, in der auch seine Vorgänger JUMP und JUBL ihren Platz haben. So steht für jede wissenschaftliche Aufgabe der passenden Rechner in Jülich zur Verfügung. Auf den Jülicher Supercomputern rechnen rund 200 europäische Forschergruppen. Am Forschungszentrum Jülich haben Wissenschaftler aus allen Bereichen – von der Materialwissenschaft über die Teilchenphysik bis hin zu Medizin und Umweltforschung – die Möglichkeit, Rechenzeit zu beantragen. Unterstützt werden die Forscher in Jülich durch ein ausgereiftes 3-stufiges System von Ansprechpartnern und Experten. Einen Namen wie seine Vorgänger JUBL (Jülicher Blue Gene/L) und JUMP (Jülicher Multi Prozessor) werden dem neuen Rechner seine Betreiber erst zur Einweihung geben.