Mehrheit der Jugendlichen gegen ein Verbot von Gewalt-PC-Spielen Options
von
tonja vom
22.03.2019 - 285 Hits -
45% der 11-bis 29-Jährigen sprechen sich gegen ein Verbot von Gewaltcomputerspielen aus. Das ergab die neueste Erhebungswelle der Jugendstudie Timescout, im Rahmen derer 1200 Jugendliche und junge Erwachsene deutschlandweit befragt wurden. 25% treten für ein Verbot ein, 30% ist die Causa egal.
Ob man ein Verbot wünscht oder nicht ist auch eine Altersfrage. Sind die unter 30-jährigen noch entschiedene Verbotsgegner, erreichen die Befürworter bei den 30-bis 39-jährigen mit fast 50% eine deutliche Mehrheit.
Fragt man danach, welches Spiel verboten werden soll, wird fast ausschließlich Counterstrike genannt. Dabei zeigen die Daten, dass die Personen mit der geringsten Spieleerfahrung am stärksten rigorose Verbote befürworten.
Verbote sinnlosDas totale Scheitern aller Jugendschutzbestrebungen zeigt sich nhand eines Vergleiches des Anteils minderjähriger Counterstrike-Spieler vom Dezember 2004 mit Dezember 2006. Die Gruppe minderjähriger Spieler ist in diesem Zeitraum rastisch gewachsen. Outeten sich im Jahr 2004 38% der 11-bis 14-jährigen als Counterstrike-Spieler, so waren es 2006 über 48%. Bei den 15-bis 9-jährigen ist der Spieleranteil gar von 30% auf 50% gewachsen.
"Es ist lächerlich, über ein generelles Verbot solcher Spiele zu diskutieren, wenn es nicht einmal ansatzweise gelingt, bestehende Jugendschutzbestimmungen durchzusetzen. Wie so häufig werden von der Politik lediglich symbolische Diskussionen geführt, die zudem den unerwünschten Effekt haben, diese Spiele unter Jugendlichen noch bekannter und interessanter zu machen als sie es ohnehin schon sind", so Bernhard Heinzlmaier, Studienleiter der Studie Timescout.
Quelle: tfactory Markt- und Meinungsforschung