Mobile Navigationssysteme - Nur ein Gerät ist wirklich top Options
von
tonja vom
06.02.2019 - 532 Hits -
Ein Navi? Kostet viel und ist kompliziert - brauch’ ich also nicht! Vorurteile dieser Art sterben langsam aber sicher aus. Denn jeder, der einmal ein Navigationssystem genutzt hat, weiß: Diese Dinger sind verdammt praktisch – und gar nicht mehr teuer. So beginnen bei den tragbaren Navis die Sonderangebote schon bei 200 Euro. Chip hat zwölf Geräte der Einsteigerklasse getestet - das Ergebnis verblüffte nicht nur die Redaktion: Mit dem TomTom One II Europe gibt es einen überragenden Sieger, der der Konkurenz um Längen voraus ist.
Anders als die fest verbauten Systeme der Autohersteller lassen sich PNAs („Portable Navi-gation Assistants“) flexibel nutzen: Wer zum Beispiel mit dem Auto in den Urlaub fährt und dort zu einer Radtour aufbricht, kann seinen PNA mit wenigen Handgriffen ausbauen und auf den Ausflug mitnehmen. Ein weiteres Plus der kompakten Geräte: Kauft man sich ein neues Auto, muss man sich nicht an ein anderes Navi gewöhnen, sondern nimmt einfach das alte.
Die Vorteile der tragbaren Navigationssysteme liegen also auf der Hand. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Zwar ist kein einziges der zwölf getesteten Geräte wirklich schlecht, aber nur eines räumt in den wichtigsten Testkategorien Ergonomie und Navigation voll ab: Das TomTom One II Europe gewann diese Wertungen jeweils mit der Ideal-Punkzahl 100. Auch in der Gesamtabrechnung lag der Sieger mit 96 von 100 möglichen Punkten meilenweit vorne. Deutlich hinter dem einzig sehr guten Navi rangiert das Falk N80 mit 84 Punkten auf Platz 2. Noch einen Zähler weniger verbuchten die Tester für den Pocket Loox N100 von Fujitsu, der die Note gut und eine Empfehlung als Preistipp bekam. Der günstige Preis von rund 280 Euro tröstet über gewisse Schwächen hinweg. Vor allem die „Time To First Fix“ ist mit 71 Sekunden nichts für Ungeduldige. Viel besser macht es der Testsieger, der allerdings auch 100 Euro mehr kostet: 16 Sekunden nach dem Einschalten hat er seine eigene Position ermittelt. Auch beim Berechnen der Testrouten erwies sich der TomTom One II Europe als blitzschneller Helfer, zudem lässt er sich erstaunlich einfach bedienen.
Trotz des einsamen Triumphes des Testsiegers hat Chip-Redakteur ein Kompliment für das gesamte Teilnehmerfeld übrig: „Ans Ziel kommen Sie ausnahmslos mit jedem Navi. Wer auf smarte Bedienung und rasante Routenberechnungen verzichten kann, darf ruhig auf den Preis schauen. Ganz wichtig ist aber: Probieren Sie das Gerät vor dem Kauf aus. Nur dann wissen Sie, ob Sie mit der Bedienung klarkommen und ob Ihnen die Routen-Darstellung zusagt.“
Der komplette PNA-Test erscheint in der aktuellen Chip 03/2007.