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Richtig löschen will gelernt sein – und wird zu oft vernachlässigt Options

von tonja vom 04.12.2018 - 309 Hits -

Eine aktuelle Studie von Kroll Ontrack, Anbieter von Services und Software in den Bereichen Datenrettung, Mailbox-Recovery-Software und Computer Forensik, legt erhebliche Versäumnisse von Unternehmen im Umgang mit vertraulichen Daten nahe. Die meisten Unternehmen und Behörden verzichten demnach heute auf Lösungen, nicht mehr benötigte Dateien ohne jede Möglichkeit der Rekonstruktion von Festplatten und anderen Speichermedien entfernen – eine alarmierende Entwicklung angesichts des Risikos, dass beispielsweise Kreditkarten- oder Mitarbeiterdaten in falsche Hände geraten.

Bei der Arbeit mit Computern gilt eine simple Ungleichung: Was gelöscht wurde, ist noch lange nicht spurlos verschwunden. Um zum Beispiel vertrauliche Informationen wirklich von einem Rechner, welcher ausgemustert werden soll, zu entfernen, bedarf es weit mehr, als die Daten zu löschen oder unerwünschte Dokumente in den Papierkorb-Ordner zu verschieben und diesen anschließend zu leeren.

Spezialisten im Bereich Datenrettung kennen die Möglichkeiten, als gelöscht geltende Informationen wiederherzustellen. Aus der Sicht von Kroll Ontrack ist beim Entfernen nicht mehr benötigter Daten heute Kompromisslosigkeit angebracht: Am effektivsten ist der Einsatz professioneller Löschsoftware, die alle adressierbaren Sektoren des jeweiligen Laufwerks gemäß bestimmter Vorgaben überschreibt.

„Das richtige Löschen von Daten gewinnt zusehends an Bedeutung. Schließlich speichern sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen immer mehr und immer wertvollere Informationen“, betont Peter Böhret, Managing Direktor bei Kroll

Kroll Ontrack empfiehlt im Sinne gleichermaßen effektiver wie wirksamer Löschverfahren die folgenden fünf Tipps für den Umgang mit vertraulichen Daten zu befolgen:

1. Ein einfaches Löschen von Dateien genügt nicht

Der „Löschen“-Befehl selbst aktualisiert lediglich die zentrale Verzeichnistabelle. Diese teilt dann dem Betriebssystem mit, dass die betreffende Datei gelöscht wurde und gibt die Sektoren zum Überschreiben frei. Zwar mögen normale Anwender nun nicht mehr in der Lage sein, die Daten aufzurufen. Doch die gesamten Inhalte der Datei befinden sich weiterhin auf dem Rechner.

2. Achtung beim Formatieren

Viele Menschen glauben, dass bereits ein Neuformatieren einer Festplatte ausreicht, um alle alten Daten zu entfernen. Das ist jedoch nicht der Fall. Denn genau wie beim Löschen aktualisiert auch der „Format“-Befehl lediglich eine Tabelle, die nun anzeigt, dass keine Dateien und Verzeichnisse mehr vorhanden sind. Physikalisch hingegen werden die Daten nicht vom Speichermedium gelöscht.

3. Überschreiben mit spezieller Datei-Shredder-Software

Gewöhnliche Datenlösch-Tools entfernen nur bestimmte Dateien und Partitionen, löschen aber niemals eine gesamte Festplatte. Das macht sie zur Fehlerquelle bei Unternehmen, die alte Daten sicher entsorgen möchten. Denn unter Einsatz von beschränkt wirksamen Lösungen lässt sich nicht gewährleisten, dass alle Daten physikalsch überschrieben werden. Hinzu kommt, dass ein normaler Anwender nicht nachvollziehen kann, wann und wo seine Daten auf seinem Rechner gespeichert werden. Es ist durchaus üblich, dass ein System dieselben Inhalte in mehreren verschiedenen temporären Ordnern ablegt. Gerade vor diesem Hintergrund ist der Einsatz einer professionellen, speziell für diesen Zweck entwickelten Lösch-Software geboten. Denn nur so stellen Unternehmen sicher, dass alle zu vernichtenden Dateien tatsächlich überschrieben werden.

4. Sorgfalt beim Umgang mit beschädigten Speichermedien

Selbst wenn ein Speichermedium erheblich beschädigt ist, lassen sich die abgelegten Informationen häufig noch abrufen. Es besteht fast immer eine Chance, Daten von einer solchen Festplatte teilweise oder komplett wiederherzustellen. Unternehmen müssen daher auch beschädigte Speichermedien sorgfältig entsorgen. Sinnvoll ist der Einsatz eines Degaussers, der die Datenträger übermagnetisiert und damit das Laufwerk vollständig löscht und unbrauchbar macht.

5. Die Vielfalt der Möglichkeiten ausschöpfen

Wer seine Verfahren für das Löschen von Daten im Sinne von Datenschutz-Richtlinien optimieren möchte, muss mit einem professionellen Anbieter zusammenarbeiten, der ihm unterschiedliche Lösungen bereitstellt. Kroll Ontrack bietet mit dem Ontrack DataEraser Privatpersonen und Unternehmen jeder Größe entsprechende Lösungen. Die Personal Edition des Ontrack DataErasers für Kleinunternehmen und private Haushalte ist bereits für 25 Euro zzgl. MwSt. erhältlich. Große Firmen und Behörden hingegen können kundenindividuell konfigurierte Versionen für 50 oder mehr Festplatten lizenzieren. Und für umfangreichere Vorhaben, bei denen zahlreiche Festplatten in kürzester Zeit zu löschen sind, bietet Kroll Ontrack zudem den weltweit leistungsstärksten Degausser zur Entmagnetisierung von Festplatten im Sortiment an.
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