Handy macht Verkaufsautomaten jugendsicher Options
von
tonja vom
17.11.2018 - 216 Hits -
Mobiltelefone können in Deutschland bald auch im Jugendschutz zur Alterskontrolle eingesetzt werden. Anfang November hat die Kommission für Jugendschutz (KJM) das Altersverifikationssystem m/gate der S+M Schaltgeräte Service- und Vertriebsgesellschaft Erkelenz positiv bewertet. Die intelligente Technologie wird in Zukunft im Internet und insbesondere an Verkaufsautomaten für Zigaretten, alkoholische Getränke und DVDs eingesetzt.
Um von Anfang an alle Aspekte des Jugendschutzes zu beachten, ließ S+M, ein Spezialunternehmen für Zahlungssysteme und Steuerungen in Verkaufsautomaten, die Entwicklung von "m/gate" durch die auf Informationsrecht und gewerblichen Rechtschutz spezialisierte Dortmunder Kanzlei Apel Höch begleiten. Insbesondere den Zigarettenautomatenaufstellern und der Tabakindustrie brennt das Thema buchstäblich auf den Nägeln. Der Gesetzgeber fordert, dass alle rund 780.000 Zigarettenautomaten in Deutschland ab 1. Januar 2007 durch technische Maßnahmen so gestaltet sein müssen, dass eine Abgabe von Zigaretten an Jugendliche unter 16 wirksam verhindert wird.
Momentan setzt die Automatenindustrie in dieser Frage auf den Einsatz von Geldkartenlesegeräten, doch auch durch die Handy-Technologie lässt sich die Altersverifikation an Verkaufsautomaten einfach und sehr sicher gestalten. So geht es: Nach einmaliger Registrierung erhalten Handynutzer eine Jugendschutz-PIN. Damit werden die Automaten entweder altersgemäß beispielsweise an die Altersgruppen 16+ und 18+ freigegeben oder sie bleiben gesperrt. Dazu wählen die Konsumenten vor Ort eine am Automaten angegebene Rufnummer und geben dann die Zahlenfolge ihrer Jugendschutz PIN ein.
Thorsten Stuke, Systementwickler für die S+M, rechnet damit, dass durch den Einsatz der Mobiltelefone der Kundenkreis für Automatenverkäufe deutlich erweitert werden kann, ohne Jugendschutzbestimmungen zu verletzen: "Handys sind - anders als die Geldkarte - nicht nur in Deutschland, sondern auch international sehr weit verbreitet." Weitere Informationen:
www.kjm-online.de